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FDP Stadtverband Bad Laasphe

Rathaus, Altstadt

Unsere Sicht: Rathaus, Altstadt

Die Aufregung der „Bürger für Bad Laasphe“ erscheint uns verständlich, aber verfrüht.

Zwar sind einige Akteure und der Bürgermeister wohl der Ansicht, es sei wirtschaftlich und könne die Altstadt retten, wenn man anstelle des Rathauses einen Supermarkt habe.
Es gibt aber derzeit keinen Beschluss über den Verkauf des Rathauses oder dieses städtischen Grundstücks an einen Investor. Ob eine Mehrheit im Stadtrat dafür zustande käme, die Immobilie mitsamt Gebäude (weit unter Wert!) nur zum Grundstückspreis zu verkaufen, ist doch recht zweifelhaft. Und für einen angemessenen Preis wird man keinen Käufer finden.
Das wissen auch diejenigen, die diesen Plan betreiben. So haben deren Aktionen konspirative Züge. Schon im letzten Januar sollte in nichtöffentlicher Sitzung des Hauptausschusses mit einem „Optionsvertrag“ ein Präjudiz geschaffen werden. Der potentielle Investor hätte sich in einem Vorvertrag dazu verpflichtet, der Stadt die entstandenen Planungskosten beim Kauf des Grundstücks zu erstatten. Danach wäre aber nur noch der Verkauf an genau diesen Erwerber (zu einem Spottpreis) sinnvoll gewesen.

Jetzt wird die Planung überarbeitet, aber klar auf Kosten der Stadt. Das macht den Unsinn der Sache nicht geringer. Zwar ist es richtig, dass die Stadt überzählige Gebäude hat und dass sparsam gewirtschaftet werden muss. Das kann aber nicht gehen, wenn man das Rathaus weit unter Wert verkauft und einen mehrfachen Betrag des Erlöses braucht, um ein anderes Gebäude zum Rathaus umzubauen. Die Behauptung, man könne die Hauptschule für einen Betrag unter einer Million € dafür herrichten, ist fernab jeder Realität. Alleine die Beachtung aktueller Vorschriften in Bezug auf energetische Sanierung und Brandschutz wird ein Mehrfaches kosten.

Die zur Begründung herangeführte Belebung der Altstadt wird es so nicht geben. Deren Verfall ist auch kein für Bad Laasphe spezifisches Problem. Vielmehr leidet sie, wie Altstädte überall in Deutschland und in Europa, unter zwei Erscheinungen:

• Immer weniger Leute wollen dort wohnen, weil die Wohnverhältnisse häufig unzeitgemäß sind,
• immer weniger Geschäfte sind dort rentabel zu betreiben, weil sich die Einkaufsgewohnheiten der Menschen grundlegend gewandelt haben.

Daran ändert auch die Tatsache, dass ältere Menschen gerne fußläufig in der Nähe der Altstadt einkaufen würden, nichts. Ob die wenigen einen Supermarkt am Leben halten können? Und ob deren Nachkommen noch in derselben Wohnung wohnen werden?

Die leerstehenden Häuser und Läden in Königstraße, Wallstraße und Mauerstraße werden nicht bezogen werden, nur weil anstelle des Rathauses ein Supermarkt steht.

Wir werden keinem Beschluss oder Verkauf dieses Grundstücks zustimmen, wenn nicht dafür ein angemessener Preis erzielt wird. Der Verkauf dieser gesamten Immobilie zum reinen Grundstückswert kommt überhaupt nicht in Frage. Wer das betreibt, muss sich tatsächlich fragen lassen, ob er hier nicht öffentliches Vermögen in verantwortungsloser Weise verschleudert.

Bad Laasphe, 08.04.2013


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