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FDP Stadtverband Bad Laasphe

Zurückstufung der B 62n durch die Landesregierung

In der Sitzung am 12. Dezember 2007 hat der Rat der Stadt nach intensiver Diskussion und unter großer Zuhörerbeteiligung im Rahmen des Linienabstimmungsverfahrens der Variante V 7 der B 62n mehrheitlich zugestimmt.

Dennoch hat jetzt die Landesregierung NRW die weitere Verfolgung dieser Bauplanung zurückgestellt. Diese Entscheidung wurde, wie halboffiziell zu hören war, damit begründet, dass man sich in Laasphe in dieser Sache ja nicht einig sei.

Das lässt auf ein unterentwickeltes Demokratieverständnis schließen. Offenbar zählen bei dieser seltsamen Landesregierung demokratische Mehrheitsbeschlüsse nur dann, wenn sie mit den in kommunistischen und sonstigen Diktaturen üblichen 97 Prozent plus zustande gekommen sind.

Bislang hat noch jede vorgestellte und in der Vergangenheit bisweilen schon beschlossene Variante ihre Gegner gefunden: Es gibt Menschen, die persönlich betroffen sind, und es gibt leider auch Leute, die nachher alles besser wissen, weil sie vorher nicht dabei gewesen sind.

Vor Jahrzehnten wurde eine Trasse geplant, die auf den Widerstand der Anlieger in der Wallachei stieß. Es wurde dann einige Jahre lang erneut geplant und eine Variante vorgestellt, die im Jahr 2001 von nahezu allen Fraktionen im Rat der Stadt Laasphe mit großer Mehrheit verabschiedet wurde.

In der Zwischenzeit hatten sich aber die rechtlichen Bedingungen geändert. Das intakte Umfeld eines vereinzelten Schmetterlings war qua grüner Gesetzgebung so wichtig geworden, dass auch dieser Beschluss Makulatur wurde. Als neuer Kompromiss wurde die jetzige Variante V7 vorgestellt .Sie ist weitgehend identisch mit dem, was auch die SPD vor zehn Jahren mit beschlossen hat und weicht nur am Anfang, auf der Friedrichshütte, und am Ende, in Niederlaasphe, von dem ab, was damals die überwiegende Zahl aller Stadtverordneten für sinnvoll und zustimmungswürdig gehalten hat. Aus Angst um den Verlust vor Wählerstimmen in Niederlaasphe hält die SPD inzwischen die Hauptroute auch für mangelhaft. Vielleicht weiß aber das heutige politische Personal dort nur nicht, welche Meinung ihre Partei früher hatte. Gleichgültig, was der Grund ist, mit solchen schwankendem Urteil lässt sich keine vernünftige Politik machen.

Wer diese sehr lange Vorgeschichte nicht aufmerksam begleitet hat, nichts davon weiß, kann natürlich leicht behaupten, es gehe nicht ums Ob, sondern ums Wie. Insofern hat die so genannte Bürgerinitiative großen Schaden angerichtet; glaubwürdig war sie ohne nur teilweise, denn die von ihr verbreiteten Horrorszenarien einer V7 hatten mit der planerischen Realität nichts zu tun.

Tatsächlich geht es heute um das Ob, denn mit Hintenanstellung der zuletzt beschlossenen Variante wird gar nichts mehr passieren.

Es gibt keine andere Trasse, die vom Rat mit Mehrheit festgestellt worden ist, es gibt keine andere Trasse in ernsthaftem Planungsstadium.

Es gibt bis dahin nur diese eine vernünftige, funktionierende und mehrheitlich beschlossene Planung und es gibt den Entscheid der Landesregierung, diese Planung nicht zu verfolgen.

Also wird Bad Laasphe keine Ortsumgehung erhalten; zumindest nicht in den nächsten dreißig Jahren. Wer aber bereits heute an einem normalen Werktag zur richtigen Zeit die Bahnhofstraße in Bad Laasphe benutzt oder sogar dort wohnt oder Geschäfte betreibt, kann ermessen, was das bedeutet. Es wird noch viel schlimmer werden, denn der Verkehr wird weiter zunehmen. Wenn dann irgendwann in Kreuztal noch eine Ortsumgehung gebaut werden wird, werden immer mehr Lastwagenfahrer dieses Nadelöhr Bad Laasphe dann doch in Kauf nehmen und immer weiter verstopfen.


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